Praxisleitfaden

Strukturierte Finanzierungen

Das Wachstum Ihres Unternehmens über den klassischen Bankkredit hinaus finanzieren

Sich auf eine strukturierte Finanzierung vorbereiten: Wo anfangen?

Eine strukturierte Finanzierung wird oft schon vor dem ersten Treffen mit den Kreditgebern gewonnen. Geschäftsführer, die solche Transaktionen unter guten Voraussetzungen angehen, sind in der Regel denselben Weg gegangen.

Zunächst haben sie ihre Verschuldungskapazität so gemessen, wie es die Finanzierungspartner tun werden – anhand der Bankkennzahlen, die vor jeder Finanzierung analysiert werden. Anschließend haben sie ihren Bedarf nach Art unterschieden: Der operative Zyklus gehört zur Working-Capital-Finanzierung oder zum Factoring, Industrieinvestitionen zu Leasing und CapEx-Finanzierung, Projekte mit abgrenzbaren Zahlungsströmen zu einer Finanzierung über eine Zweckgesellschaft (SPV). Wer diese Bedarfe in einem einzigen Antrag vermischt, erschwert die Prüfung.

Sie haben sich auch gefragt, ob nicht ein Eigenkapitalanteil nötig ist: Fehlt dem Finanzierungsplan das Gleichgewicht, macht eine Kapitalbeschaffung oder Öffnung des Gesellschafterkreises das Fremdkapital leichter zugänglich. Bei einem Unternehmenskauf kann ein Verkäuferdarlehen eine vergleichbare Rolle spielen.

Schließlich haben sie mehrere Finanzierungspartner parallel statt nacheinander angesprochen. Das ist das Prinzip unseres Clubs qualifizierter Finanzierungspartner, der es ermöglicht, dieselbe Transaktion je nach Profil Banken, Kreditfonds und spezialisierten Finanzierern vorzustellen.

Warum dieser Leitfaden

Ihr Unternehmen wächst. Sie möchten einen Wettbewerber übernehmen, ein Industrieprojekt finanzieren, einen mit dem Umsatz explodierenden Working-Capital-Bedarf abfedern oder einfach Ordnung in ein über Jahre ausgehandeltes Geflecht von Bankkreditlinien bringen. Und Sie stellen fest, dass der klassische Bankkredit nicht mehr mithält: zu hohe Beträge, atypisches Risikoprofil, ungeeignete Sicherheiten oder schlicht eine einzelne Bank, die die Transaktion nicht tragen kann.

Genau das ist das Terrain strukturierter Finanzierungen. Statt Ihr Unternehmen allein nach seiner Bilanz zu beurteilen, stützen sich diese Strukturen auf das, was es erwirtschaftet: seine künftigen Zahlungsströme, seine Vermögenswerte, seine Kundenforderungen, seine Verträge. Das Fremdkapital wird maßgeschneidert, oft unter Beteiligung mehrerer Kreditgeber – Banken, Kreditfonds, Investoren –, die jeweils das Risikoniveau übernehmen, das sie zu tragen bereit sind.

Das Ergebnis für den Geschäftsführer: Beträge, die keine Bank allein gewährt hätte, Planungssicherheit über mehrere Jahre statt jährlicher Neuverhandlungen und eine Finanzierungsstruktur, die auf die Wachstumsstrategie ausgerichtet ist, statt sie zu bremsen.

Was Sie auf diesen Seiten finden

  • Was eine strukturierte Finanzierung tatsächlich ist;
  • In welchen Situationen und ab welchem Unternehmensprofil sie sinnvoll ist;
  • Wie eine Transaktion konkret aufgebaut wird: Tranchen, Sicherheiten, Zeitplan;
  • Ein realer Fall: die Refinanzierung von 25 Mio. € eines französischen Softwareherstellers;
  • Die zentralen Erfolgsfaktoren aus der Praxis.

01. Was ist eine strukturierte Finanzierung?

Eine strukturierte Finanzierung ist eine maßgeschneiderte Finanzierungsstruktur, die auf einer eingehenden Analyse von Vermögenswerten, künftigen Zahlungsströmen oder spezifischen Sicherheiten beruht – und nicht allein auf der Bilanz des Unternehmens. Sie ermöglicht die Finanzierung großer Transaktionen oder solcher mit besonderem Risikoprofil (Übernahmen, Projekte, Refinanzierungen, separierte Vermögenswerte), häufig unter Einbindung mehrerer Kreditgeber oder eigens gegründeter Rechtsvehikel.

Konkret wird das Fremdkapital in Tranchen mit unterschiedlichem Risiko aufgeteilt: ein Senior-Darlehen, das vorrangig zurückgezahlt wird und am günstigsten ist; eine höher verzinste Zwischentranche; und gegebenenfalls eine Eigenkapital- oder eigenkapitalähnliche Komponente, die den Großteil des Risikos gegen die höchste Rendite übernimmt. Diese Tranchen können zusammen oder einzeln bestehen: Die gewählte Kombination hängt vom Bedarf, vom Sponsor, von den Sicherheiten und vom Risikoniveau der Transaktion ab.

Die vier wichtigsten Instrumente

Der Konsortialkredit. Eine große Finanzierung, die von einer zu einem Konsortium zusammengeschlossenen Gruppe von Banken unter einem einzigen Vertrag gewährt wird. Eine oder mehrere federführende Banken (die Arrangeure) organisieren die Beteiligung der übrigen Kreditgeber, verteilen das Risiko und verwalten den Kredit. Er ist das Standardinstrument, wenn der Betrag die Kapazität – oder den Risikoappetit – einer einzelnen Bank übersteigt.

Die Unitranche-Finanzierung. Eine einzige Tranche, getragen von einem Kreditfonds, die das klassische Paar aus Senior- und Junior-Darlehen ersetzt. Ein einziger Ansprechpartner, ein maßgeschneidertes Angebot, eine schnelle Umsetzung. Die Finanzierung ist endfällig (bei Fälligkeit) rückzahlbar, mit einer vierteljährlichen Verzinsung in der Größenordnung von Euribor + 5 bis 8 % und gegebenenfalls kapitalisierten Zinsen. Man bezahlt für Flexibilität und Geschwindigkeit.

Mezzanine-Kapital. Eine „Junior“-Finanzierung, die nach den Senior-Darlehen und vollständig endfällig zurückgezahlt wird. Im Gegenzug für dieses Risiko ist die Vergütung hoch – insgesamt 10 bis 15 %, bestehend aus vierteljährlichen Barzinsen (Euribor + 5 bis 7 %), bei Rückzahlung fälligen kapitalisierten Zinsen und mitunter einer Kapitalbeteiligung über Optionsscheine (bons de souscription d’actions). Es wird ergänzend zu einem Senior-Darlehen eingesetzt, um einen ambitionierten Finanzierungsplan zu schließen.

Die besicherte Finanzierung (Asset-backed). Das Fremdkapital ist durch identifizierte Vermögenswerte besichert – Kundenforderungen, Lagerbestände, Immobilien, Ausrüstung –, die häufig in einer eigenen Zweckgesellschaft (SPV) gebündelt sind. Der Kreditgeber betrachtet zuerst die Qualität der Sicherheit. So lassen sich Unternehmen finanzieren, deren Bilanz allein nicht ausreichen würde, oder ruhende Vermögenswerte in verfügbare Liquidität umwandeln.

Die Gemeinsamkeit dieser Instrumente: Das Fremdkapital wird um Ihre Transaktion herum gestaltet, nicht umgekehrt. Genau das macht es zu einem Wachstumshebel und nicht zu einem bloßen Bankprodukt.

02. Wann ist eine strukturierte Finanzierung sinnvoll?

Strukturierte Finanzierungen sind nicht Konzernen vorbehalten. Sie richten sich an reife und profitable Unternehmen – mehrere Jahre am Markt, nachgewiesene Rentabilität, meist ein EBITDA von über 1 Mio. € –, die mit einer der folgenden Situationen konfrontiert sind:

Wachstumstransaktionen

  • Externes Wachstum: Unternehmenskauf, LBO, Nachfolge, Übernahme durch das Management, serielles Buy-and-Build;
  • Projektfinanzierung: Energie, Infrastruktur, Industrieprojekte mit eigenen Cashflows;
  • Komplexe Immobilienvorhaben und Transaktionen, die den Rahmen eines klassischen Kredits sprengen.

Finanzierung oder Refinanzierung von Vermögenswerten

  • Working-Capital-basierte Finanzierung: Kundenforderungen, Lagerbestände;
  • In einer eigenen Gesellschaft gebündelte Vermögenswerte, jenseits von klassischem Leasing;
  • Gesamtrefinanzierung einer auf zahlreiche Bankkreditlinien verteilten Verschuldung.

Komplexe Situationen

  • Konzernstrukturen, Holdingfinanzierung (Holdco);
  • Hohe Beträge oder hohe Risiken, asymmetrische Risikoprofile;
  • Angespannte Situationen (Distressed) oder kurze Zeitpläne, die eine schnelle Umsetzung erfordern.

An wen Sie sich wenden: die richtigen Finanzierungspartner, die richtigen Teams

Jede Transaktionsart hat ihre natürlichen Finanzierungspartner – und innerhalb jedes Instituts ein eigenes Team. An die richtige Tür zu klopfen, ist schon die halbe Miete:

Transaktionsart Finanzierungspartner Anzusprechende Teams
LBO (Senior / Unitranche / Mezzanine) Banken, Kreditfonds Leveraged Finance, Acquisition Finance, Direct Lending
Unitranche / Quasi-Equity Private-Debt-Fonds Direct Lending, Private Debt
Konsortialkredit Banken Structured Finance, Syndication
Dringende Refinanzierung / Bridge / Distressed Opportunistische Fonds Special Situations, Credit Opportunities
Projektfinanzierung (Energie, Infrastruktur) Banken, Infrastrukturfonds Project Finance, Infrastructure Debt
Asset-backed Lending Banken und spezialisierte Fintechs Specialized Lending, Asset Finance

Eine Transaktion kann mehrere dieser Akteure kombinieren – das ist sogar einer der Vorteile der Struktur: Jeder Finanzierungspartner übernimmt den Risikoanteil, der zu seiner Strategie passt.

03. Wie eine Transaktion aufgebaut wird

Drei Schritte, ein Zeitplan von etwa fünf Monaten

  1. 1

    Strukturierung.

    Das Tranchenschema (Senior, Mezzanine, Equity) wird zwischen dem Unternehmen, seinem Berater und der arrangierenden Bank erarbeitet: Beträge, Laufzeiten, Sicherheiten, Rolle jedes Beteiligten.

  2. 2

    Zeichnung.

    Jeder Akteur – Hausbanken, neue Banken, Kreditfonds, Investoren – zeichnet die Tranche, die seinem Risikoprofil entspricht, auf Grundlage eines vom Arrangeur erstellten und den Kreditausschüssen vorgelegten Term Sheets.

  3. 3

    Auszahlung.

    Die Mittel der verschiedenen Tranchen werden beim Closing zur Finanzierung der Transaktion freigegeben.

Das Term Sheet: die Klauseln, auf die es wirklich ankommt

Das Term Sheet (TS) enthält die wesentlichen Klauseln der künftigen Kreditdokumentation. Vier Punkte verdienen besondere Aufmerksamkeit des Geschäftsführers:

  • Der Finanzierungsplan muss vollständig ausgewogen sein – zwischen Bedarf und Mitteln, aber auch zwischen Eigen- und Fremdkapital. Als Faustregel sollten Sie mindestens 10 % Eigenkapital oder eigenkapitalähnliche Mittel in der Struktur einplanen;
  • Die Margen je Tranche: Bei einem Senior-Darlehen darf die risikoreichste Tranche nicht übermäßig von den anderen abweichen – ab einem Abstand von 200 bis 250 Basispunkten steigen die Banken aus;
  • Die Fälle der Pflicht zur vorzeitigen Rückzahlung (Kontrollwechsel, Excess Cashflow) müssen begrenzt werden: Bei einem stark wachsenden Unternehmen dürfen eine Öffnung des Gesellschafterkreises oder ein Liquiditätsüberschuss nicht automatisch die Fälligkeit des Kredits auslösen;
  • Die Sicherheiten: Eine Bank kann die Refinanzierung eines Kredits ablehnen, wenn die Sicherheiten des bestehenden Kredits stärker sind als die in der Refinanzierung angebotenen. Bestimmte Kreditlinien (PGE – staatlich garantierte Kredite, EIB-garantierte Kredite) können daher außerhalb des Refinanzierungsumfangs bleiben.

Die Sicherheiten: absichern, ohne zu blockieren

Moderne Strukturen setzen auf wirksame, aber gezielte Sicherheiten: Sicherungstreuhand (fiducie-sûreté) an den Anteilen einer Zweckgesellschaft, in der die Kundenforderungen gebündelt sind, Verpfändungen, angepasste Financial Covenants. Eine Deckungsquote kann vorgeschrieben werden – zum Beispiel ein Forderungsbestand, der jederzeit das Doppelte des Kredits ausmachen muss (entspricht einer LTV von 50 %). Ziel ist es, den Kreditgebern die geforderte Sicherheit zu geben, ohne den Betrieb zu lähmen oder die Strategie zu blockieren.

Zwei Spielregeln, die Sie kennen sollten

  • Der Arrangeur ist immer eine Hausbank des Unternehmens – nie eine neue Bank – und übernimmt in der Regel rund 20 % des Kredits auf eigene Rechnung;
  • Neue Banken treten dem Konsortium nur bei, wenn sich mindestens eine Hausbank am Kredit beteiligt. Ihre bestehende Bankbeziehung ist daher ein strategischer Vermögenswert der Struktur.

04. Realer Fall: 25 Mio. € refinanzieren, um Wachstum freizusetzen

Das Unternehmen

Ein französischer Hersteller von Embedded-Software, vor rund zwanzig Jahren gegründet, mit börsennotierten multinationalen Konzernen als Kunden (Forderungsbestand von der Kreditversicherung als „Premium“ eingestuft). Umsatz: 13 Mio. €, auf dem Weg zu 25 Mio. €; positives Betriebsergebnis. Besonderheit des Modells: Der Umsatz aus Mehrjahresverträgen wird bei Unterzeichnung erfasst, aber über die Laufzeit vereinnahmt – das Unternehmen kann also operativ profitabel und zugleich liquiditätsseitig angespannt sein. Ein Lehrbuchfall, in dem die Bilanz allein die Geschichte schlecht erzählt.

Das Problem

Seit der Einführung seines Produkts finanzierte das Unternehmen sein Working Capital bilateral mit fast zehn Banken: kurzfristige Kreditlinien mit geringen Beträgen, jedes Jahr neu verhandelt. Insgesamt über 20 Mio. € zersplitterte kurzfristige Verbindlichkeiten – keine Koordination zwischen den Kreditgebern, keine Planungssicherheit und ein permanenter Verlängerungsaufwand für den Geschäftsführer und seinen CFO. Angesichts des starken Wachstums wurde diese Finanzierungsform zur Bremse: Die Bilanz musste langfristig strukturiert werden.

Der Bedarf

18 Mio. € Bankverbindlichkeiten refinanzieren und 7 Mio. € für das künftige Working Capital hinzufügen, also 25 Mio. € in einem einzigen Gesamtkredit zu einheitlichen Konditionen über 7 Jahre.

Die gewählte Lösung

Collaboration Capital hat einen strukturierten Kredit aufgesetzt, an dem die Hausbanken, neue Banken und ein Private-Debt-Fonds beteiligt sind, ergänzt durch eine Stärkung der eigenkapitalähnlichen Mittel:

  • Tranche A — 10 Mio. €: tilgendes Bankdarlehen über 6 Jahre (3M-Euribor + 2,50 %);
  • Tranche B — 4,5 Mio. €: endfälliges Bankdarlehen über 7 Jahre (3M-Euribor + 3,00 %);
  • Tranche C — 4,5 Mio. €: endfällige Private Debt über 7 Jahre (3M-Euribor + 4,50 %);
  • 5 Mio. € in Aktien rückzahlbare Anleihen, gezeichnet vom langjährigen Finanzinvestor.

Hauptsicherheit: eine Sicherungstreuhand an den Anteilen einer Zweckgesellschaft, in der die Kundenforderungen gebündelt sind, mit einer Deckungsquote von 200 % – der Forderungsbestand muss jederzeit mehr als das Doppelte des Kredits betragen.

Das Ergebnis

Ein Cashflow, der von – 4,2 Mio. € vor der Refinanzierung auf + 3,8 Mio. € und in den beiden Folgejahren auf + 4,2 Mio. € steigt. Planungssicherheit über 7 Jahre, eine einheitliche Verwaltung für den CFO, gleichgerichtete Interessen aller Kreditgeber – und eine Geschäftsführung, die sich endlich auf das Wachstum statt auf die Verlängerung von zehn Bankkreditlinien konzentriert.

Was dieser Fall zeigt

Selbst ein Unternehmen bescheidener Größe kann eine bedeutende Finanzierung erhalten, die über seinem Jahresumsatz liegt.

05. Die zentralen Erfolgsfaktoren

Dimension Was den Unterschied macht
Vorbereitung Reifes und profitables Unternehmen (EBITDA meist > 1 Mio. €); solider, realistischer Businessplan mit Szenarien; saubere Finanzdaten, vollständige Rechtsdokumentation, nachverfolgte KPIs; vorab definierte Tranchen.
Finanzielle Strukturierung Genaue Analyse der Verschuldungskapazität (Leverage, Cashflows); Sicherheiten und Covenants im Einklang mit der geschäftlichen Realität; präzise modellierter Bedarf (CAPEX, Working Capital, M&A, Refinanzierung); Abwägung zwischen Kosten und Flexibilität bei Banken, Fonds und hybriden Lösungen.
Strukturierung & Verhandlung Wahl der richtigen Finanzierungspartner und der richtigen Teams; mindestens eine Hausbank im Konsortium; klares und vollständiges Term Sheet (Pricing, Covenants, Sicherheiten, Laufzeit); Transparenz und proaktiver Umgang mit sensiblen Themen.
Punkte, auf die Sie achten sollten Realistische Covenants, niemals zu aggressive Schwellenwerte; ausgehandelte restriktive Klauseln (Ausschüttungen, Capex, Übernahmen); geprüfte Verfügbarkeit und tatsächliche Kosten der Sicherheiten.

Warum Sie sich begleiten lassen sollten

Theoretisch strukturiert die arrangierende Bank die Transaktion. In der Praxis kommt eine strukturierte Finanzierung nur voran, wenn jemand die Rolle des Dirigenten übernimmt: jeden Schritt vorwegnehmen, die Satzung der Zweckgesellschaft vorbereiten, die als Sicherheit dienenden Verträge mit den Anwälten abstimmen, den Takt zwischen Kunde, Banken und Fonds halten. Bei einer solchen Transaktion bedeutet das im Durchschnitt 3 Abstimmungstermine pro Woche über etwa fünf Monate.

Dazu gehört auch, im Austausch präsent zu bleiben, um die Transaktion selbst zu schützen: rechtzeitig erkennen, dass ein Finanzierungspartner einen anderen verdrängen will, einen Kreditgeber überzeugen, der abgelehnt hatte, die Zusammensetzung des Konsortiums neu austarieren. Eine hochwertige Unterlage allein genügt nicht – man muss die menschlichen Beziehungen navigieren.

Häufig gestellte Fragen zu strukturierten Finanzierungen

Was ist eine strukturierte Finanzierung?

Eine maßgeschneiderte Finanzierung für einen Bedarf, den der klassische Bankkredit schlecht abdeckt: Unternehmenskauf, Refinanzierung eines Geflechts von Kreditlinien, Industrieprojekt oder stark steigender Working-Capital-Bedarf. Sie kombiniert mehrere Instrumente (Senior-Darlehen, Unitranche, Mezzanine-Kapital, eigenkapitalähnliche Mittel) und mehrere Kreditgeber unter einer gemeinsamen Dokumentation.

Ab welcher Größe kann ein Unternehmen darauf zugreifen?

Die Finanzierungspartner betrachten zuerst die Rückzahlungsfähigkeit: In den meisten Fällen ist das Unternehmen profitabel, mit einem EBITDA in der Größenordnung von einer Million Euro oder mehr, einem glaubwürdigen Businessplan und verlässlichen Abschlüssen. Die Höhe des Umsatzes zählt weniger als die Planbarkeit der Zahlungsströme.

Wie lange dauert es, eine Transaktion abzuschließen?

Rechnen Sie mit etwa fünf Monaten für die Vorbereitung der Unterlagen, die Ausschreibung unter den Finanzierungspartnern, die Verhandlung des Term Sheets und der Dokumentation sowie die Auszahlung der Mittel. Eine sorgfältige Vorbereitung verkürzt diese Frist spürbar.

Welche Sicherheiten werden in der Regel verlangt?

Die Kreditgeber verlangen Sicherheiten (Verpfändung von Anteilen, des Geschäftsbetriebs oder von Forderungen, Dailly-Abtretung – französische Forderungsabtretung) sowie finanzielle Verpflichtungen, die Covenants, die auf den Businessplan abgestimmt sind. Ziel ist es, realistische Covenants und Sicherheiten zu erreichen, die die Vermögenswerte nicht unnötig binden.

Weiterführende Informationen

Quellen und Referenzen

Inhalt verfasst und geprüft vom Team von Collaboration Capital. Diese Referenzen dienen nur zur Information und ersetzen keine auf Ihre Situation zugeschnittene Rechts- oder Steuerberatung.

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